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Sonstiges - "Ereignisse ohne Rubrik"

  • Ferienspaß mit der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain:

       Besuch im DB-Museum in Koblenz am 19. Juli 2017

 

 

Natürlich suchte und fand die Betzdorfer Gruppe eine Lok aus der Heimat: Lok 323852-4 von Jung-

Jungenthal, 1960 als Köf 6782 in Dienst gestellt und letztlich bis 1998 im Einsatz.

 

Mit dem BGV auf Fahrt: „Ferienspaß“ im Koblenzer DB-Museum

 

Seit dem Jahre 2001 gibt es das DB-Museum in Koblenz. Im Rahmen des „Ferienspaß“ der Jugendpflege in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain besuchte jetzt eine Gruppe Betzdorfer Kinder dieses interessante Museum. Organisiert worden war die Fahrt vom „Betzdorfer Geschichte e.V.“ (BGV), die Leitung hatten Elke Mies und Claudia Geimer vom BGV und Ingo Molly von der VG-BG übernommen.

„Wir sind ein lebendiges Museum“, begrüßte Führer Rainer Burschnier die Gruppe. Und tatsächlich: Von einem typischen, steifen Museum war nichts zu spüren und zu sehen. Überall auf dem ehemaligen Ausbesserungswerk mit seinem riesigen Freigelände wird ständig geschraubt, geschliffen, gestrichen und restauriert. Natürlich ein Paradies für Kinder, die in viele Führerstände und Waggons klettern dürfen. Auf einer Gartenbahn besteht sogar die Möglichkeit, selbst Lokführer zu spielen. Nur zuschauen allerdings heißt es bei den Modellbauern, die ihre Fahrzeuge der Marke Trix in wunderschönen Miniatur-Landschaften fahren lassen. Hier ist alles sehr aufregend und bietet eigentlich alles, was Kinderherzen begehren!

Der Tag war für die Besucher aus dem Siegtal allerdings noch nicht zu Ende: Nach einem Spaziergang zum Deutschen Eck bestieg die Kinderschar eine Gondel der dortigen Seilbahn, um nach wenigen Minuten Fahrt über den Rhein hinweg auf der Festung Ehrenbreitstein auszusteigen. Auf der Aussichtsplattform hat man einen phantastischen Blick auf Koblenz, den Rhein und die Mosel, hier wartete dann auch der Bus für die Heimfahrt. Es endete ein Ferientag, der ganz gewiss die Bezeichnung „Ferienspaß“ verdient hatte!

 

 

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  • Die Bombe ist wieder in Betzdorf…

Anfang Juni 2011 wurde beim Ausschachten auf dem Siegparkplatz wieder einmal ein Relikt aus der Kriegszeit gefunden, eine amerikanische 50-Kilogramm-Bombe, die nicht detoniert war. Der Verein Betzdorfer Geschichte setzte sich sofort mit dem Kampfmittelräumdienst in Verbindung und erbat sich diese Bombe nach ihrer kompletten Entschärfung als Ausstellungsstück für ein Betzdorfer Museum. Es klappte und die Mitarbeiter aus Koblenz brachten dem Geschichtsverein die Bombe zurück.

Von dieser Bombenart waren am 12. März 1945, einem der großen Angriffe auf Betzdorf, 2.978 Stück von der 8th US Air Force abgeworfen worden. Allein an diesem Tag starben 61 Menschen und Hohenbetzdorf versank fast komplett in Schutt und Asche. Weitere etwa 750 Bomben unterschiedlicher Stärke, bis zu 250 Kilogramm, sollten eigentlich den Eisenbahnknoten Betzdorf treffen, trafen aber in hohem Maße Privathäuser.

Frank Bender vom Kampfmittelräumdienst, der auch die Entschärfung im Juni vorgenommen hatte, weiß nicht mehr wie oft er und seine Kollegen bereits Blindgänger in Betzdorf entschärft haben. Zu einer Ausstellung vor fünf Jahren hatte er schon einmal dem BGV entschärfte Bomben zur Verfügung gestellt.                                 

 Foto: BGV

Auf dem Foto hat Frank Bender (2. von rechts) vom Kampfmittelräumdienst die vor einigen Wochen auf dem Siegparkplatz gefundene Bombe wieder zurück gebracht. Die BGV-Vorstandsmitglieder (von links) Hans Schmidt, Ernst-Helmut Zöllner, Klaus Klein und Heinz Stock sind froh über ein solches Relikt aus schlimmen Kriegstagen in Betzdorf.                                               

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  • Alte Fotos aus Beständen des BGV in der renovierten Stadthalle

Die Stadthalle ist nach 26 Jahren im vergangenen Jahr erstmals umfassend „geliftet“ worden. Dazu zählten u.a. die Neuordnung des Foyers, der Toiletten, der Probenräume, der Garderobe, weitere Räumlichkeiten, sowie in diesem Jahr die große Halle. In der Vergangenheit wurde immer wieder geklagt über Zugluft, schlechte Akustik und Beleuchtung, veraltete Tontechnik. Einen großen Ausgabeposten machten die neuesten Brandschutzauflagen aus. So mussten drei neue große Ausgänge eingerichtet und neue Treppen Richtung Hellerstraße gebaut werden. Die Besucher der ersten Veranstaltungen, aber auch die Musiker lobten jüngst die neuen Investitionen. So wurde die neue Akustik u.a. durch gewellte Wandformen in der großen Halle erreicht.

In der gesamten Stadthalle (Foyer, Toiletten und großer Halle) sind großflächige, alte und ältere Fotos aus Betzdorf montiert worden, die von den Besuchern als attraktiv empfunden und oft intensiv besprochen werden. Alle diese Fotos stammen aus dem Archiv des Betzdorfer Geschichte e.V. und wurden der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Beispiele der großformatigen Fotos, u. a. auch vier alte Fotos auf der wegen der Akustik gewellten Hallenwand.

 

  • Friedhofsgeschichte wurde gerne angenommen (28.Juni 2009)

BGV traf das Interesse von fast 700 Besuchern.

Thematisches Neuland betrat der Betzdorfer Geschichte e.V. (BGV) mit dem ersten Tag des offenen Friedhofs. Da konnte sich zunächst kaum jemand etwas vorstellen. Selbst Bürgermeister Bernd Brato bestätigte, dass er auch skeptisch dem Thema gegenüber gestanden habe. Bei der Eröffnung am Sonntag gestand er aber auch, seine Skepsis sei mit der Vorstellung des Programms völlig geschwunden, das zusammen mit der Stadt Betzdorf, drei Betzdorfer Musikgruppen und drei mit dem Friedhof verbundenen Firmen durchgeführt werden sollte.

Die Veranstaltung fand überwältigende Zustimmung und über den Nachmittag hin überzeugten sich etwa 700 Menschen vom Angebot des BGV. Das startete mit dem geschichtlichen Überblick zum Friedhof, informativ von BGV-Vorstandsmitglied Heinz Stock vorgetragen, nachdem die Valentins-Musiker ihre musikalische Eröffnung beendet hatten. Stock erinnerte an den seit 1868 bestehenden alten Friedhof auf dem Gelände des jetzigen Altenzentrums und der Schaffung des neuen Friedhofs am „Struthwäldchen“ mit inzwischen über 4 ha Gelände. Die 1929 erbaute Friedhofskapelle, die den Anforderungen der Zeit nicht mehr gerecht wurde, stellte die Denkmalschutzbehörde unter Schutz. Der Stadtrat Betzdorf beschloss eine Herrichtung als Gedenkstätte, auch für alle durch Krieg und Gewalt umgekommen Menschen. Die neue Ausmalung wurde von Gottfried Frings erläutert und manch ein Besucher sieht nun die alte Kapelle mit anderen Augen.

Der Posaunenchor des CVJM rief die Menschen zum jüdischen Teil des Friedhofs, wo der 17-jährige Gymnasiast Simon Rohner hervorragend vorbereitet die Geschichte des Friedhofsteils vorstellte. BGV-Mitglied Rohner beantwortete insbesondere die Frage, dass jüdische Gräber auf Dauer liegen blieben, weil dies im Glauben der Juden begründet sei und deshalb vom Staat so akzeptiert werde.

Im Friedenshain erinnerte BGV-Beiratsmitglied Hanns Göbel an dunkelste Stunden deutscher Geschichte und die vielen bekannten, aber auch unbekannten Soldaten, Zivilisten und die Bunkerkinder, die als Kriegsfolge ihr Leben verloren hätten. Zahlreiche seiner Informationen waren für die Zuhörer völlig neu.

Den Schlusspunkt setzte BGV-Vorsitzender Ernst-Helmut Zöllner nach einem Musikvortrag der Stadtkapelle am Obelisken Julius Weber mit der Erinnerung an zeitgeschichtlich wichtige Betzdorfer Bürger. Julius Weber war Gewerke, Presbyter und 1885 Gemeinderatsmitglied, das den Antrag auf Gründung der Bürgermeisterei Betzdorf mit unterschrieb sowie Stifter der blaugrundigen Uhr am damals noch hohen Kirchturm der evangelischen Kirche war. Weiter stellte Zöllner die Lebensläufe von Künstler Franz-Josef Magnus, dem Superintendenten Wilhelm van der Zwaag, der Fabrikantenfamilie Heinrich und Kurt Nickel, dem bekannten Destillateur Rudolph Schneider, dem Amtsbürgermeister Franz Diffenhard, dem 1945 von den Amerikanern eingesetzten Bürgerbeauftragten Wilhelm Hundertmark vor. Hundertmark blieb bis zur ersten Bürgermeisterwahl in schwerer Zeit als Mann ohne „braune Vergangenheit“ Mitte 1946 kommissarischer Gemeindechef. Sein Rundgang, der zahlreiche Zuhörer mit interessanten Neuigkeiten konfrontierte, endete an der Gruft der Familie Wolf mit der Erinnerung an August und Gregor Wolf.

 

 

Hervorragend vorbereitet stellte der 17-jährige Simon Rohner den Jüdischen Friedhofsteil vor.

 

Mehrere hundert Zuhörer verfolgten die unterschiedlichen geschichtlichen Vorträge der BGV-Mitglieder.

Das Bestattungsunternehmen Henning Himmrich präsentierte Beerdigungsmöglichkeiten, zeigte eine historische Beerdigungskutsche und das Blumengeschäft Heidi Kappes komplettierte alles mit wunderschönen Blumenarrangements. Steinmetzmeister Bernd Hilger zeigte eine unterschiedliche Auswahl von Grabsteinen, Beschriftungen und weiterem Steinschmuck für Gräber. Von vielen Besuchern wurde das Angebot der Stadt gerne angenommen, näheres von Markus Zimmermann zur Betzdorfer Friedhofssatzung zu erfahren.

 

Eine ungewöhnliche BGV-Idee wurde von allen Beteiligten überzeugend umgesetzt, von einigen hundert Besuchern gerne angenommen und Vorsitzender Zöllner stellte in Aussicht, dass dies in einigen Jahren mal wiederholt werden könne.

 

  • Erinnerungstafel in Kirchen –

Grundsteinrolle in Betzdorf

Freizeitbad-Geschäftsführer Christoph Weber (rechts) präsentierte eine der Grundsteinlegungszeit gerechte 1-Mark-Münze und gespannt warten (von links): Kirchens Bürgermeister Wolfgang Müller, Helmut Ermert, Geschäftsführer Heimatverein, Bernd Brato, Bürgermeister und der BGV-Vorsitzende Ernst-Helmut Zöllner auf den entscheidenden Wurf.

Die Entscheidung ist gefallen und alle sind zufrieden (von links): Bürgermeister Bernd Brato, Helmut Ermert mit Erinnerungstafel vom Heimatverein Kirchen, Bürgermeister Wolfgang Müller, BGV-Vorsitzender Ernst-Helmut Zöllner mit Grundsteinrolle.

 

Ein 1-Mark-Stück bringt die Entscheidung über den Rest des 1972 von Ministerpräsident Dr. Helmut Kohl eingeweihten Hallenbad Betzdorf/Kirchen auf dem Molzberg. Der Rest, das war die Grundsteinrolle aus Kupfer mit Inhalt und eine Erinnerungstafel an den Umbau zum Spaßbad aus dem Jahre 1989.

Ernst-Helmut Zöllner, Vorsitzender des Betzdorfer Geschichte e.V. (BGV) hatte vor sechs Monaten bereits seit Interesse angemeldet, um die Sachen in einem zukünftigen Museum in Betzdorf ausstellen zu können. Als das Bad dem Erdboden gleich gemacht wurde, meldete sich auch der Heimatverein Kirchen mit demselben Anliegen. Da die Anrechte beider Vereine gleich zu bewerten sind, verzichtete Zöllner auf seine „Erstwunschrechte“ und bestätigte bei dem dann vereinbarten Verlosungstermin im Büro des Geschäftführers der Freizeitbad GmbH, Christoph Weber, das sonst schon mal angewandte „Windehundverfahren“, wer zuerst kommt male zuerst, wolle er nicht mehr angewendet sehen.

In Gegenwart der beiden Bürgermeister Bernd Brato, Betzdorf, und Wolfgang Müller, Kirchen, sowie dem Geschäftsführer Helmut Ermert, Heimatverein Kirchen, und Ernst-Helmut Zöllner vom BGV, warf Christoph Weber eine 1-Mark-Münze aus alten Tagen und Ermert hatte das erste Zugriffsrecht mit der Zahl, die oben lag, gewonnen. Er entschied sich für die Erinnerungstafel aus 1989, Zöllner war gerne mit der Kupferrolle aus dem Grundstein einverstanden. Der Grundstein war 1971 von den Bürgermeistern Wilhelm Neuß, Betzdorf, und Paul Wingendorf, Kirchen, gelegt worden.

Zöllner fuhr sofort zum Installateurmeister Hubert Schlechtriemen nach Wallmenroth, der die Kupferrolle fachgerecht öffnete. Zur Überraschung kam ein einziges Pfennigstück zum Vorschein. Üblicherweise, so Zöllner, würden alle gültigen Münzen mit vermauert. Außerdem war eine kalligraphisch vom Kirchener Malermeister Franz Wingendorf gut gearbeitete Pergamenturkunde vom 11. Oktober 1971, eine Siegener Zeitung vom selben Tag und zwei Artikel der Rhein-Zeitung vom 12. + 13. Oktober 1971, die die Grundsteinfeierlichkeiten bereits dokumentierten, enthalten. Das beweist: Die Grundsteinversenkung am 11. Okt. war eine Handlung fürs Foto, denn zweifelsfrei muss die Rolle nochmals rausgeholt worden sein, um die Artikel der späteren Tage mit aufzunehmen.

Fotos: Dieter Czichy

 

     
  • Bestand
   
  Unser Bestands-Lager wird ständig um weitere Stücke ergänzt ...

Einige Vereinsmitglieder konnten z.B. vor einiger Zeit ein sehr gut erhaltenes Harmonium der Marke "Hildebrandt" mit 14 Registern und dazugehörigem Hocker abholen und in die mittlerweile recht umfangreiche Sammlung des BGV einreihen.

Wir sind immer auf der Suche !

Sollten also irgendwo solche oder andere alte "Schätzchen" mit Betzdorfer Bezug auftauchen, dann wären wir sehr dankbar für Hinweise.

Um den Transport kümmern wir uns ...

Hinweis: "Wat es dat da ?"

 

 

An die Betzdorfer Brennerei-Tradition

hat der BGV am Barbaratag 2005 erinnert. Vorstandsmitglieder besuchten deshalb die Brennerei von Dr. Werner Döring in der Wilhelmstraße. Er hat den Besuchern am 2. Oktober seine Brennerei gezeigt und den Prozess vom Obst bis zum Destillat erläutert.

Der BGV hatte eigens dafür einen Tonkrug fertigen lassen, der an diesem Tag, natürlich mit Füllung angeboten wurde. Unweit der heutigen Hobby-Brennerei von Dr. Döring wurden über 60 Jahre lang weit über Betzdorf hinaus bekannte Spirituosen der Branntwein- und Likörfabrik Rudolph Schneider hergestellt. Am 12. März beendete ein Bombenvolltreffer diese Fabrikation. Während des Barbaratages erinnerte der BGV auch an diese Tradition mit Fotos.

Vorstandsmitglied Klaus Klein, 2. Vorsitzender Rainer Müller

und Hobby-Destillateur Dr. Werner Döring (v. links)

vor der vom Zoll versiegelten Brennerei

 

 

Dr. Werner Döring (links) und BGV-Vorsitzender Ernst-Helmut Zöllner

in der Brennerei in der Wilhelmstraße, die am Barbaratag besichtigt

  werden konnte

(Fotos: Hans Schmidt)

 

Stand des BGV am Kreisheimattag in Daaden am 04.September 2005

Unser Stand hatte ein reichhaltiges Angebot für die recht zahlreichen Besucher zu bieten. Besonderes Interesse hatten viele an den Bildtafeln, die alte und ganz alte Ansichten von Betzdorf zeigten. Aber auch die Artikel, die man kaufen konnte, fanden guten Absatz.

Vor allem aber haben wir Präsenz gezeigt ...